Retraumatisierung…

Untenstehendes ist jetzt, Mai 2020, über ein gutes halbes Jahr her. Und mittlerweile bin ich wesentlich ruhiger, konzentrierter und leistungsfähiger. Und das nur nach den ersten sechs EMDR-Sitzungen. Es ist fast wie ein kleines Wunder!

morgen Mittag beim Kieferorthopäden. Übrigens nicht, weil ich es mir vornehme, sondern, weil es kaum zu ertragen ist, in der Horizontalen zu liegen und nicht „flüchten“ zu können. Zwei Zähne werden aus dem Unterkiefer ausgegraben. Ich nenne sie meine Vampirzähne. Den einen habe ich neulich durch extremes Knirschen oder auch „tapferes Zähne zusammenbeißen“ des Nächstens mal eben direkt am Zahnfleischrand abgebrochen, der andere ist ein Exkronenstumpen, also auch nix dran, woran man ihn einfach herausziehen könnte. Großer Trost: meine Freundin hat angeboten, mich zu begleiten. Puuh. Das freut mich sehr. Melde mich wieder, wenn ich feste Nahmrung zu mir nehmen kann. ;-(

Retraumatisierung …..mehrfach in den letzten Wochen, durch ganz unterschiedliche Dinge. Teils durch respektloses und unreflektiertes Verhalten von „Freunden“ (oft unbewusst-teils durchaus beabsichtigt), bei denen ich drei Wochen zu Besuch im Urlaub und der für uns alle drei eine einzige Katastrophe war.

Die Frage von der langjährigen Freundin meiner Mutter : Sag mal, wann wirst du eigentlich wieder normal?

Der Moment, wenn du dich absolut sicher fühlst und plötzlich steht jemand vor dir, weil die Person deinen Schlüssel benutzt, anstatt zu klingeln.

Diese Situationen reichten, um aus mir „mal wieder“ ein seelisches Wrack zu machen. Ich bin dabei, mein Leben komplett zu entschleunigen, Instgram Acc gelöscht, getwittert wird nur noch 4-5 pro Tag, bei Xing und LinkedIn alle Benachrichtigungen abbestellt und als Beitrag gepostet, dass ich die nächsten Wochen eher off bin. Meinen Kampf „Jeanne D’Arc für ‚Überlebende‘ “ verschiebe ich ein wenig.

In den USA wurden Opfern von Geistlichen zwischen 148.000 und 300.000 Dollar pro Person zuerkannt.

Das hat für mich wenigstens einen Hauch von Gerechtigkeit.

Podcast…..

Mein 1. Podcast. Über einen der traurigsten Momente meines Lebens- die Beisetzung meines #twin. Das ist jetzt 14 Jahre her und ich lese die kleine Ansprache vor, die damals ein Profisprecher hielt, weil ich dazu nicht in der Lage war. Heute würde ich einiges anders formulieren, habe es jedoch bewusst so gelassen.

Abschied von meinem #twin, Oktober 2005

Moin@all, nun wollte ich heute den ersten Text sprechen und stelle fest: Handwerker mit Hilti im Haus. Das überdröhnt alles und so muss ich mein Vorhaben verschieben! Stay tuned!

foto von Bokskapet auf pixabay.com