Expansion 2.0

Wachse über dich hinaus!
Alles, was du dir vorstellen kannst,
kannst du auch machen!
Aber: mach einfach!

oder auch: Phönix aus der Asche…..

Moin@all an Deck!

Es hat etwas länger gedauert, aber nun bin ich auf dem Weg der Besserung und das verdanke ich u.a. auch meiner neuen EMDR-Therapie.

In der Zwischenzeit habe ich jedoch mehrere Ideen zu Produkten ausgearbeitet und zumindest die Konzepte stehen halbwegs. Tatsache ist, dass ich keine „Paragraphenenthusiastin“ bin, (ich sehe das ganz pragmatisch), es liegt mir nicht und macht mir keinen Spaß, sondern raubt extrem viel Energie, die ich für die weitere Ausarbeitung meiner Produkte einsetzen möchte.
Das bedeutet, dass ich mittel-langfristig auf ein Netzwerk angewiesen bin. Was fehlt?
1-Patentanwalt
2-Vertriebsprofi für Lebensmittel (2 Bio-Produkte, nur ca. 40 Ergebnisse auf Amazon für nicht mal annähernd qualitativ gleichwertige Produkte)
3-Vertriebsprofi in Richtung „Rossmann“ und „DM“ (für 2 Produkte-non food)
ODER
Agentur, Coach -die/ der durch Beteiligung Starthilfe leisten kann?
So viele Fragen, so wenige Antworten.

Ich bitte inständig um Entschuldigung, wenn ich nicht immer sofort antworte, aber ich kann leider noch nicht von mir behaupten, vom Komplexen Posttraumatischen Syndrom & der Depression geheilt zu sein, das benötigt viel Zeit.
Seid also bitte etwas liebevoll nachsichtig im Umgang mit mir.
Alles andere kommt für mich #ausGründen nicht in Frage und ich erachte es als wichtig, das deutlich zu kommunizieren.
Habt Dank für Infos und Hinweise!
Ich grüße euch herzlich
Stine Hansen

Foto von Pixabay kellerwelten.com Ein Meister seines Fachs!

Die Sache mit dem Stress

Viele von uns Überlebenden sind extrem schnell überreizt, erschöpft und total groggy. Von unten dargestellter Stressverarbeitungsstörung habe ich das erste Mal 2010 in einer psychosomatischen Klinik gehört.

Normalerweise bewegen wir uns innerhalb des blauen Streifens. Die roten Ausschläge bedeuten, dass wir Stress ganz anders verarbeiten, als „gesunde“ Menschen. Wir brauchen nicht nur viel länger, bis wir uns wieder beruhigt haben, wir geraten auch viel schneller in einen sehr hohen Stresslevel. Ich nenne ein konkretes Beispiel: Es war Sommer, ich saß im Auto mit heruntergekurbelter Seitenscheibe und stand an einer roten Ampel. Mir gegenüber auf der anderen Seite (nur ca. 3 m entfernt) stand ein Rettungswagen- ohne Alarm oder Blaulicht. Bevor die Ampel umsprang ertönte seine Sirene in voller Lautstärke und er fuhr mit Vollgas an und davon. Ich war regelrecht geschockt, sofort liefen mir die Tränen, ich bin sofort auf die rechte Straßenseite auf einen Parkplatz gefahren. Minutenlang konnte ich mich nicht beruhigen. So etwas sitzt dann Tage in meinem Kopf und fühlt sich an, wie ein Holzspan in rohem Fleisch.

Anm.: Ich sah diese Darstellung in einer Angstgruppe, in die ich eingeteilt wurde. ANGST???? ICH??? Ha. Da wusste ich noch nicht, was diese permanente Angst in der Kindheit und Jugendzeit angerichtet hatte. Nämlich genau das Gegenteil davon: Überhaupt keine Angst mehr zu empfinden- vor gar nichts. Dementsprechend bin ich auch mit mir umgegangen. Höher, schneller, weiter, wilder! Dass ich mich damit systematisch jahrelang noch weiter zugrunde gerichtet habe, war mir nicht bewusst. Heute weiß ich, dass ich zusätzlich noch hochsensibel bin. Das macht das Ganze dann sehr schnell unerträglich und deswegen bin ich gerne zu Hause. In Ruhe. Alleine. Meistens ohne Radio, CD oder Fernseher.

Retraumatisierung…

morgen Mittag beim Kieferorthopäden. Übrigens nicht, weil ich es mir vornehme, sondern, weil es kaum zu ertragen ist, in der Horizontalen zu liegen und nicht „flüchten“ zu können. Zwei Zähne werden aus dem Unterkiefer ausgegraben. Ich nenne sie meine Vampirzähne. Den einen habe ich neulich durch extremes Knirschen oder auch „tapferes Zähne zusammenbeißen“ des Nächstens mal eben direkt am Zahnfleischrand abgebrochen, der andere ist ein Exkronenstumpen, also auch nix dran, woran man ihn einfach herausziehen könnte. Großer Trost: meine Freundin hat angeboten, mich zu begleiten. Puuh. Das freut mich sehr. Melde mich wieder, wenn ich feste Nahmrung zu mir nehmen kann. ;-(

Retraumatisierung …..mehrfach in den letzten Wochen, durch ganz unterschiedliche Dinge. Teils durch respektloses und unreflektiertes Verhalten von „Freunden“ (oft unbewusst-teils durchaus beabsichtigt), bei denen ich drei Wochen zu Besuch im Urlaub und der für uns alle drei eine einzige Katastrophe war.

Die Frage von der langjährigen Freundin meiner Mutter : Sag mal, wann wirst du eigentlich wieder normal?

Der Moment, wenn du dich absolut sicher fühlst und plötzlich steht jemand vor dir, weil die Person deinen Schlüssel benutzt, anstatt zu klingeln.

Diese Situationen reichten, um aus mir „mal wieder“ ein seelisches Wrack zu machen. Ich bin dabei, mein Leben komplett zu entschleunigen, Instgram Acc gelöscht, getwittert wird nur noch 4-5 pro Tag, bei Xing und LinkedIn alle Benachrichtigungen abbestellt und als Beitrag gepostet, dass ich die nächsten Wochen eher off bin. Meinen Kampf „Jeanne D’Arc für ‚Überlebende‘ “ verschiebe ich auf die Zeit nach meinem Klinikaufenthalt, den ich absolvieren muss, weil ich aus dieser schweren Episode Depression nicht alleine herauskomme.

Vor fünf Jahren war ich in einer Traumaklinik, vor neun Jahren Rehaklinik Psychosomatik. In Zukunft werde ich mir das nehmen, was mir vom Staat zusteht. Und zwar alles- ohne Wenn und Aber. Opferentschädigung ist ja eine nette Sache, aber es scheint schier unmöglich, an 10.000€ Bargeld als zusätzliche Entschädigung zu kommen.

Wenn man den Opfern von sex. Missbrauch, deren komplettes Leben ein einziges Fiasko darstellt, weil der seelische, psychische Schaden derart groß ist, 10.000 € in bar auszahlen würde, ergebe das bei geschätzten 500.000 komplex gestörten Überlebenden eine Summe von

5.000.000.000

In den USA wurden Opfern von Geistlichen zwischen 148.000 und 300.000 Dollar pro Person zuerkannt.

Das hat für mich wenigstens einen Hauch von Gerechtigkeit.

<a href="https://twitter.com/intent/tweet?button_hashtag=stinehhhansen&ref_src=twsrc%5Etfw" class="twitter-hashtag-button" data-show-count="false">Tweet #stinehhhansen</a>https://platform.twitter.com/widgets.js

Podcast…..

Mein 1. Podcast. Über einen der traurigsten Momente meines Lebens- die Beisetzung meines #twin. Das ist jetzt 14 Jahre her und ich lese die kleine Ansprache vor, die damals ein Profisprecher hielt, weil ich dazu nicht in der Lage war. Heute würde ich einiges anders formulieren, habe es jedoch bewusst so gelassen.

Abschied von meinem #twin, Oktober 2005

Moin@all, nun wollte ich heute den ersten Text sprechen und stelle fest: Handwerker mit Hilti im Haus. Das überdröhnt alles und so muss ich mein Vorhaben verschieben! Stay tuned!

foto von Bokskapet auf pixabay.com